Im Center for Translational Medicine (CTM) entsteht an der MedUni Wien ein europaweit einzigartiges Phase-1/2-Zentrum, das klinische Spitzenforschung direkt mit der Patient:innenversorgung im AKH Wien verbindet. Markus Zeitlinger und Anselm Jorda zeigen, warum diese Brücke mehr ist als Architektur und weshalb sie für Patient:innen einen echten Unterschied machen wird.
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„Die Klinische Pharmakologie ist ein internistisch-klinisches Fach“, erklärt Markus Zeitlinger, Leiter der Universitätsklinik für Klinische Pharmakologie. „Wir optimieren Therapien für Patientinnen und Patienten – etwa bei Arzneimittelinteraktionen oder Dosisanpassungen – und sind zugleich dafür verantwortlich, dass neue Medikamente erstmals am Menschen angewandt werden.“
Damit bewegt sich die Klinische Pharmakologie zwischen zwei Welten: der präklinischen Grundlagenforschung und der klinischen Anwendung. Genau hier sieht auch Anselm Jorda, Postdoc an der Klinik, ihre zentrale Rolle: „Die große Herausforderung ist die Brücke zwischen Grundlagenwissenschaft und klinischer Forschung. Die Klinische Pharmakologie versteht sich genau als dieses Brückenfach.“
Diese Verbindung wird nun bauliche Realität. Das neue klinische Studienzentrum im CTM ist direkt mit dem Allgemeinen Krankenhaus (AKH Wien) verbunden. „Der große Quantensprung ist, dass wir hier ein Zentrum aufbauen, das wie eine klinische Station geführt werden kann“, so Zeitlinger. Patientinnen und Patienten können künftig im Rahmen klinischer Studien betreut werden, in unmittelbarer Nähe zur Routineversorgung des AKH.
Für Jorda wird die Bedeutung des neuen Zentrums greifbar, sobald die ersten Patient:innen davon profitieren: „Wenn die erste Patientin eine Therapie im Rahmen einer Studie bekommt, die sie ohne dieses Zentrum nicht erhalten hätte, dann wird klar, was das für eine riesige Möglichkeit ist – nicht nur für den Studienstandort MedUni Wien, sondern auch für die Gesundheitsversorgung insgesamt.“
„Die Klinische Pharmakologie versteht sich als Brückenfach zwischen Grundlagenwissenschaft und klinischer Forschung.“
Für Zeitlinger ist das CTM auch ein persönliches Projekt. „Wir haben lange unter Platzmangel gelitten“, sagt er. „Hier ist etwas Einzigartiges in Europa entstanden: ein Phase-1-2-Zentrum dieser Dimension, das gleichzeitig nie den Konnex zur Patient:innenversorgung verliert.“
Die Planung begleitete er bis ins Detail: „Ich habe tatsächlich jede Steckdose gemeinsam mit den Architektinnen und Architekten festgelegt.“
„Hier ist etwas Einzigartiges in Europa entstanden – ein Phase-1/2-Zentrum, das nie den Kontext zur Patientenversorgung verliert.“
Der Vergleich ist ihm wichtig: „Einmal habe ich mit meiner Familie ein Haus gebaut. Und jetzt habe ich mit meiner zweiten Familie, der Klinischen Pharmakologie, dieses Zentrum aufgebaut.“
Das Ergebnis ist mehr als neue Infrastruktur. Es ist ein Ort, an dem Forschung und Versorgung enger zusammenrücken, und an dem Patient:innen früher Zugang zu innovativen Therapien erhalten können.





